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Kopfläuse

Freitag, den 17. April 2009

Kopfläuse sind Ektoparasiten, deren natürlicher Wohnraum das menschliche Haar ist und überleben sowohl in jeder Art von Haaren (sowohl frisch gewaschenen, als auch ehr fettigen Haaren). Ihre Verbreitung hat somit mit mangelnder Hygiene nur wenig gemein. Kopfläuse bleiben meist direkt an der Kopfhaut und sind aufgrund ihrer Größe nur sehr schwer zu erkennen. Nur ihre sandkorngroßen Nissen, in denen sie ihre Eier ablegen, sieht man gelegentlich. Sie ernähren sich von menschlichem Blut, den sie ca. alle 2 - 3 Stunden zu sich nimmt. Hierbei hinterlässt sie etwas Speichel in der Haut, um die vorzeitige Blutgerinnung zu verhindern, was beim betroffenen Menschen zum Juckreiz führt. Die Übertragung der Kopfläuse erfolgt über den direkten Kontakt von Mensch zu Mensch. Die “Haar zu Haar Übertragung” erfolgt bei intensiver Nähe und somit schneller in großen Menschengruppen, wie zum Beispiel in Kindergärten.
Kopfläuse vermehren sich sehr schnell. Nach jeder ihrer Blutmahlzeiten, legen die geschlechtsreifen Kopflausweibchen täglich etwa vier bis zehn Eier. Bereits nach ca. 8 Tagen schlüpft die Larve, die bereits nach weiteren 10 - 12 Tagen geschlechtsreif ist. So können nach etwa 3 Wochen bereits neue Generationen entstehen.
Die Bekämpfung der Kopfläuse erfolgt meist mit Hilfe eines Kamms mit sehr engen Zinken (Nissenkamm). Die Haare sollten am besten mit dem Nissenkamm über einem weißen Blatt Papier gekämmt werden, damit die Läuse leichter zu erkennen sind. Für die Behandlung mit einem Nissenkamm wird eine Zeitspanne von mindestens acht Tagen empfohlen, um die Kopfläuse ausnahmslos aus dem Haar zu beseitigen. Über dies hinaus sind verschiedene insektizidhaltige Shampoos, Gels und Sprays zur Bekämpfung von Kopfläusen im Handel erhältlich.